April 2013 – Interview mit der HAZ Faltenglättung

01.April 2013 - Presse

März/April 2013 – Interview mit der HAZ zur Faltenglättung oder Volumenaufbau im Gesicht, an der Brust oder am Gesäß mit Eigenfett-Transplantation oder Hyaluronsäure

HAZ: Herr Dr. Meyer-Gattermann, „natürliche“ Methoden zur Faltenglättung oder zum Volumenaufbau erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Worum handelt es sich dabei?

Dr. M-G:
In der ästhetischen Chirurgie suchen wir beständig nach Behandlungsmethoden, die ein natürliches, unbehandeltes Aussehen erzeugen und dabei möglichst lange wirksam sind, ohne dass gravierende Nebenwirkungen befürchtet werden müssen. Hyaluronsäure, ein Polysaccharid, das natürlicherweise im menschlichen Körper vorhanden ist, läßt sich fermentativ und chemisch menschengleich erzeugen und steht uns so jederzeit zur sofortigen Behandlung zur Verfügung. Eine Gewebeunterspritzung bewirkt einen direkten Volumeneffekt zur Faltenglättung oder zum Volumenaufbau. Gerade für Gesichtsfalten, wo wenig Volumen bereits einen sehr schönen Effekt erzielt, eignet sich diese unkomplizierte Behandlung hervorragend. Nach längerer Erforschung zeigt sich in vielen Fällen die Behandlung mit Eigenfett sogar noch effektiver.

HAZ: Wie meinen Sie das?

Dr. M-G:
Während Unterspritzungen mit Hyaluronsäureprodukten eine Wirkdauer von 3 Monaten bis ungefähr 1 1/2 Jahren haben, wird das Eigenfett, wenn es nach einer Transplantation einheilt, einen dauerhaften Effekt über viele Jahre haben. Zudem steht es im Allgemeinen in jeder gewünschten Menge zur Verfügung. Ich kann also sehr viel Fett an Problemzonen wie Reiterhosen oder Rettungsringen absaugen und dieses zur Transplantation aufbereiten. Gerade wo viel Volumen gebraucht wird ist die eigenfett-Transplantation auch kostengünstiger.

HAZ: Von welchen Quantitäten sprechen wir dabei?

Dr. M-G:
Damit können Volumendefizite von einigen, wenigen Gramm an den Jochbeinen, bei Hohlwangigkeit im Gesicht, bei tiefen Falten zwischen Nase und Mund aber auch bei Gesichtsasymmetrien z.B. oder auch einige hundert Gramm für den Aufbau der weiblichen Brust oder einen aussagekräftigeren Po genutzt werden. Wenn ein tragfähiges Transplantationslager zur Verfügung steht, eine Körperzone also, wo natürlicherweise schon Fett vorhanden ist, kann dort auch eine größere Menge transplantiert werden und einheilen. Ich kann also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem ich dort wo zu viel ist, absauge und die Kontur verbessere, während ich dort wo zu wenig ist, die benötigte Menge einbringe und ebenfalls die Kontur optimiere.

HAZ: Es wird also bei der Eigenfett-Transplantation Gleiches mit Gleichem behandelt…

Dr. M-G:
Ja, so kann man es sagen. Und weitere, immense Vorteile sind das absolut natürliche Aussehen und Tastempfinden beim Anfassen der behandelten Region. Darin liegt die Überlegenheit gegenüber Transplantaten im herkömmlichen Sinne. Außerdem, und das möchte ich besonders hervorheben, muß nicht mit Komplikationen in der Zukunft gerechnet werden, wie dies in seltenen Fällen zwar, aber eben doch bei Siliconimplantaten z.B. der Fall wäre.

HAZ: Kann man also davon ausgehen, dass herkömmliche Implantate in der Zukunft keinen Platz mehr in der Therapie haben werden.

Dr.M-G:
Nein, soweit sind wir nicht. Einerseits müssen wir eingestehen, dass nicht präzise vorhergesagt werden kann, wie viel von einer transplantierten Fettmenge in einer bestimmten Region einheilt. Andererseits sind die Wünsche nach einem definierten Volumenzuwachs an den Brüsten z.B. nur durch herkömmliche Transplantate zu befriedigen. Denken Sie an eine schlanke Frau mit sehr kleinen Brüsten. Hier wäre erstens nirgends Fett zu gewinnen und zweitens kein brauchbares Implantatlager, um von Körbchengrösse AA auf ein durchschnittliches Körbchen B zu kommen.

HAZ: Also haben beide Therapiemethoden ihren Platz in Ihrem Behandlungsrepertoire?

Dr. M-G:
Ja, aber das ist ja das Schöne. Wir können inzwischen in den allermeisten Fällen einen sehr individuellen Behandlungsplan anbieten mit den bestmöglichen Ergebnissen für ganz individuelle Voraussetzungen und Wünsche.