April 2014 – Interview mit der HAZ: Lidstraffung

14.April 2014 - Presse

Lidstraffungen – der Frischekick für die Augen

HAZ: Herr Dr. Meyer-Gattermann, viele Menschen beklagen mit zunehmendem Alter ein müdes Aussehen, besonders um die Augen herum.

Dr. M-G: Ja, die Alterungsprozesse im Gesicht manifestieren sich sehr oft besonders stark um die Augenpartie herum. Die Augenbrauen sacken etwas herab, die Oberlidhaut erschlafft und legt sich über den Lidspalt bis auf die Wimpern. Daraus ergibt sich ein Schweregefühl der Augen. Zur Kompensation werden dann oft die Brauen hochgezogen, legen dabei die Stirn in Falten und können dann sogar zu Spannungskopfschmerzen führen. Andererseits kann die überschüssige Lidhaut die Wimpern besonders im äußeren Bereich herabdrücken und so eine Gesichtsfeldeinschränkung verursachen.
An den Unterlidern entstehen mit zunehmendem Alter Fältchen und sogenannte Tränensäcke, die uns müde und abgespannt aussehen lassen. Das ist besonders gravierend, wenn jemand um die Augen herum deshalb deutlich vorgealtert wirkt.

HAZ: Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es dagegen?

Dr. M-G: Für die Augenlider gibt es speziell die obere und untere Lidstraffung. In vielen Fällen ist es nicht nur möglich sondern für eine harmonische Erscheinung auch ratsam, beides gleichzeitig durchführen zu lassen. In selteneren Fällen ist es auch einmal sinnvoller, eine Brauen- oder Stirnstraffung durchzuführen, wenn die eigentliche Ursache für scheinbaren Lidhautüberschuss in den herabgesackten Brauen zu finden ist.

Bei den Unterlidern wiederum unterscheidet man das Vorgehen mit einem Schnitt knapp unterhalb der unteren Wimpern von einem äußerlich unsichtbaren Schnitt in der Bindehaut. Letzterer wird angewandt, wenn man nur die Tränensäcke korrigieren will ohne auch Unterlidfalten behandeln zu müssen.

Außerdem gibt es natürlich Behandlungsmöglichkeiten für die Krähenfüße seitlich der Augen und die vom inneren Augenwinkel schräg nach unten außen verlaufende Tränenrinne.

HAZ: Wenn man sich zur Verschönerung der Augenlider operieren lässt, werden dann nicht die Narben nachher störend sein?
Dr. M-G: Es ist zwar unumgänglich, dass sich nach Operationen Narben bilden, aber diese werden gerade im Gesicht und besonders an den Augen schon nach kurzer Zeit extrem unauffällig bis fast unsichtbar. Allerdings muss der Patient wissen, dass bei jeder Operation auch mit einer gewissen Zeit der Schwellung und mit Blutergüssen zu rechnen ist. Sind diese aber nach zumeist 10 bis 14 Tagen verschwunden, dann wird der Patient mit sehr erfreulichen Ergebnissen belohnt.

HAZ: Wie lange hält denn das Ergebnis so einer „Verjüngungskur“?
Dr.M-G: Das Ergebnis hält über viele Jahre, vielleicht 10 oder 15. Man kann aber individuell nicht sagen wie lange genau. Nur so viel: Die Uhr wird ein gutes Stück zurück gedreht, aber sie tickt weiter. Und das Ergebnis einer Korrekturoperation sollte ja so sein, dass die behandelte Region nicht mehr auffällig oder vorgealtert aussieht. Es geht, ebenso wie bei einer Hals-Wangenstraffung oder einer Nasenkorrektur um die Harmonie des Ganzen.

HAZ: Herr Dr. Meyer-Gattermann, wir danken für das Gespräch