Bruststraffung vom Spezialisten in Hannover

Bruststraffung / Mastopexie

Definition, Ursachen einer erschlafften Brust

Unter der Bruststraffung oder Mastopexie werden Operationsmethoden verstanden, die zum Ziel haben, einer erschlafften Brust wieder zu einer jugendlichen oder zumindest altersgemäßen strafferen Form zu verhelfen.
Als Ursache für eine erschlaffte Brust werden zum einen ein ungenügend straffes Bindegewebsgerüst und zum anderen eine insuffiziente Elastizität der Haut der Brust identifiziert. Dies kann entweder anlagebedingt schon während der Brustentwicklung zum Tragen kommen oder nach erheblichen Volumenzu- und abnahmen, wie sie nach Schwangerschaft und Stillzeit oder bei anderweitigen deutlichen Gewichtsschwankungen vorkommen. Darüber hinaus gibt es Fehlentwicklungen der Brust, wie die tubuläre oder „Rüsselbrust“, die in bestimmter Ausprägung durch eine Form der Bruststraffung korrigiert werden.

In besonderen Fällen, wenn eine deutliche Fehlentwicklung oder Ungleichheit der Brüste vorliegt, hat dieser Zustand einen Krankheitswert. Auch ganz besonders starke Erschlaffungen nach erheblicher Gewichtsabnahme können entstellend wirken, ebenso wie eine erschlaffte Brust neben einer nach Amputation rekonstruierten Brust.

Diagnose / Differenzialdiagnose

Die Diagnose der Brusterschlaffung hat im Allgemeinen keinen Krankheitswert, sondern stellt eine Variation des Normalen dar. Eine Brusterschlaffung gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Eine milde Form der Erschlaffung (Grad 1) liegt vor, wenn die Brustwarze nicht oder nicht mehr in der Mitte der Brust sitzt, sondern tiefer, jedoch noch überhalb des Niveaus der Unterbrustfalte. Eine Erschlaffung Grad 2 besteht, wenn die Brustwarze sich auf Höhe der Unterbrustfalte befindet. Eine fortgeschrittene Erschlaffung Grad 3 wiederum ist dann gegeben, wenn die Brustwarze unterhalb der Unterbrustfalte platziert ist. Weiterhin gibt es bei den angesprochenen Fehlentwicklungen Situationen, bei denen nur der Brustwarzenvorhofkomplex vorgewölbt erscheint.

Arztwahl

Die Korrektur einer erschlafften Brust wird am besten in die Hand eines geübten Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie gelegt. Unter Umständen können auch Gynäkologen für diese Operation ausgebildet sein. Es sollte am besten immer nach der persönlichen Erfahrung mit einem solchen Eingriff gefragt werden.

Häufigkeit der Durchführung dieser Operation

Leider gibt es keine validen Zahlen für ein Land, einen Kontinent oder weltweit. Es ist schon recht häufig, wenn innerhalb einer Abteilung eines Krankenhauses oder in einer einzelnen Praxis eines niedergelassenen Plastisch-Ästhetischen Chirurgen 20 solcher Operationen im Jahr durchgeführt werden.

Herkunft und Entwicklung der Bruststraffungsoperation (Historie)

Da die Form und Größe der Brust für das Selbstverständnis der Frau seit jeher eine überragende Bedeutung hat, wurde bereits relativ früh in der Geschichte der Chirurgie von J.C. Dieffenbach / Berlin 1792-1847 darauf hingewiesen, das bei Rekonstruktionen der Brust auf ein entsprechendes ästhetisches Erscheinungsbild zu achten sei. Man darf also davon ausgehen, dass seinerzeit bereits Methoden zur Straffung bekannt waren, die aus Scham und falschen moralischen Vorbehalten nicht zur Veröffentlichung kamen. A.Pousson beschrieb dann als erster 1897 eine Form der Bruststraffung, während in den ersten Dezenien des vergangenen Jahrhunderts einige Beschreibungen und Verbesserungen im deutschen, französischen und angloamerikanischen Sprachraum veröffentlicht wurden. Die Geschichte des 20.Jahrhunderts erklärt, warum dann erst wieder 1960 von Strömbeck eine wegweisende Methode zur Brustverkleinerung, die ja auch eine Bruststraffung ist, veröffentlicht wurde und dann 1966 von Regnault eine Methode der Straffung mit Vergrößerung der Brüste durch die damals gerade eingeführten Siliconimplantate sowie eine Methodik der Einteilung der Erschlaffung. Seitdem wurde unzählige Veröffentlichungen zu Methoden und Verfeinerungen von Methoden veröffentlicht, so dass heute sehr ausgereifte Techniken zur Korrektur der Brusterschlaffung zur Verfügung stehen.

Wird diese Operation im Allgemeinen ambulant oder stationär durchgeführt?

Je nach Ausprägung der Erschlaffung können kleine, ambulante Eingriffe zielführend sein, während im Allgemeinen jedoch bei der Bruststraffung eine 2-3 stündige Operation einen kurzen, stationären Aufenthalt erforderlich macht.

Beweggrund und Ziel der Operation

Frauen definieren ihre Weiblichkeit sehr stark über ihre Brüste und leiden dementsprechend mehr oder weniger unter einer unbefriedigenden Form und / oder Größe derselben. Wenn junge Frauen bereits erschlaffte und oder sehr ungleiche Brüste haben, schämen sie sich oft vor ihren Partnern oder auch ihren Geschlechtsgenossinnen und isolieren sich oft dementsprechend. Eine zweite Gruppe an Frauen leidet unter ihrer verlorenen Brustform und möchte die Form und Größe der ehemaligen Brüste zurück haben aus der gleichen Motivationslage heraus. Die dritte Gruppe hat erfolgreich eine erhebliche Reduktion ihres Übergewichts geschafft und kann die erhofften Früchte, zumindest in punkto Attraktivität nicht tragen, weil durch den Volumenverlust der Brüste bei der Gewichtsabnahme die überdehnte Haut nicht mit geschrumpft ist und teilweise sehr stark vorgealtert erschlafft erscheint, was natürlich ebenfalls eine starke Beeinträchtigung in Wohlbefinden und in sozialen oder sexuellen Kontakten nach sich zieht. Es ist daher immer das Ziel, eine jugendlich oder altersgemäß straffe Brust mit einer zum Körper passenden Größe zu formen.

Methoden, Vor- und Nachteile der Bruststraffung

Für die Bruststraffung wurden im Laufe der Zeit eine Vielzahl von unterschiedlichen Methoden entwickelt, die es zum Ziel haben, eine möglichst schöne Form für möglichst lange Zeit (Nachhaltigkeit!) mit möglichst wenigen und unauffälligen Narben zu entwickeln. Dabei sollen die Sensibilität und die Funktion der Brust möglichst erhalten bleiben. Je nach Wunsch der Patientin und den körperlichen Vorbedingungen können sich die Akzente der Gewichtung dieser Ziele verschieben. Es wird jedoch grundsätzlich die Drüse mit dem Brustwarzen-Vorhof-Komplex angehoben und die Haut gestrafft. Bei dieser Prozedur kann gleichsam eine Brust der anderen in Form und Größe weitgehend angeglichen werden durch unterschiedliche Maßnahmen wie Verkleinerung einer oder beider Seiten oder Vergrößerung einer oder beider Seiten. Letzteres wiederum durch unterschiedliche Maßnahmen wie der Einlage von Brustimplantaten oder zum Beispiel der Eigenfetttransplantation. Es verbleiben dafür je nach Ausprägung der Erschlaffung und Methode der für die Korrektur erforderlichen Straffung unterschiedlich lange Narben. Unter Umständen kann z.B. eine geringfügige Straffung durch Eigenfetttransplantation, also nur Volumenvergrößerung, so gut wie keine Narben hinterlassen. Eine geringfügige Straffung durch Inlay von Implantaten macht ebenfalls nur sehr kleine Narben.

Wenn jedoch eine Hautstraffung, und das ist im Allgemeinen der Fall, vorgenommen werden muss, dann resultieren in minder schweren Fällen zumindest Narben rund um den Brustwarzenvorhof, zumeist jedoch zusätzlich von dort senkrecht zur Unterbrustfalte und in schwereren Fällen sogar noch zusätzlich innerhalb der Unterbrustfalte. Es macht bei fortgeschrittener Erschlaffung der Brust Sinn, die gesamte Brustdrüse anzuheben und in höherer Position an der Brustwand zu fixieren. Dazu gibt es verschiedene Techniken. In manchen Fällen soll sogar das Dekolletee besonders akzentuiert werden, was eine zusätzliche Verlagerung von Drüsenanteilen in diese Region erforderlich macht. Den getroffenen Maßnahmen entsprechend wird die Brust also mehr oder minder konsequent angehoben und gestrafft, um den individuellen Wünschen der Frauen Rechnung zu tragen.

Damit werden heutzutage exzellente Ergebnisse erzielt, die die Frauen sehr befriedigen. Allerdings wird bei den entsprechenden Operationen auch mit Risiken gerechnet werden müssen. Diesbezüglich muss damit gerechnet werden, dass einerseits störende Narben, Gefühlsempfindungsstörungen bis hin zu Beeinträchtigungen der Stillfähigkeit entstehen, andererseits vorübergehende Verhärtungen des Brustdrüsengewebes durch Einblutungen und Schwellungen, Entzündungen oder Wundheilungsstörungen. Die Risiken verringern sich mit der Erfahrung des Operateurs und einer angemessenen, nicht zu radikalen Technik entsprechend.

Alternativen zu dieser Operation

Eine nichtoperative Methode zur Korrektur der Brusterschlaffung ist leider nicht bekannt. Weder die Qualität des Bindegewebes noch die der Elastizität der Haut können durch konservative Maßnahmen wesentlich beeinflusst werden. Sport, Fitness, z.B. ist immer gesund, führt aber leider nicht zu einer strafferen Brust. Gesunde Ernährung und Massage mit verschiedenen Ölen sind ebenso wenig Ziel führend im Hinblick auf den Wunsch nach einer strafferen Brust.

Erfolgschancen

Die Erfolgschancen einer operativen Korrektur liegen hingegen bei nahezu 100 Prozent.

Wann sollte der Arzt zu dieser Operation raten?

Wie bei allen ästhetischen oder kosmetischen Korrekturen wird die Indikation vom Patienten, also hier der Frau, und nicht vom Arzt gestellt. Die Aufgabe des Arztes ist es, die Korrekturwünsche im Hinblick auf die Ernsthaftigkeit ( Leidensdruck ) und Realisierbarkeit unter Berücksichtigung der Erfolgschancen und der Risiken mit der Patientin abzuwägen und zu einem Vorgehen zu raten, das den o.g. Bedingungen Rechnung trägt.

Was kostet eine Bruststraffung?

Wegen der verschiedenen Grundvoraussetzungen und Korrekturmethoden kommt es häufig zu sehr individuellen Lösungen bei der Formung einer schönen und straffen Brust. Dies muss im Vorfeld während einer ausführlichen und persönlichen Beratung mit Ihnen besprochen und geplant werden, damit wir gemeinsam für Sie zu der optimalen Lösung kommen.

Bruststraffung einseitig zur Angleichung ab 3.000€
Beidseitig kleine Straffung (periareolär) ab 3.500€
Beidseitige Bruststraffung ab 5.800€
Beidseitige Bruststraffung plus Implantate oder Eigenfett ab 7.200€

Die Richtpreise verstehen sich inclusive Klinikaufenthalt, Narkose, Vor- und Nachbehandlung, Stütz-BH und ggf. Implantate

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