Bruststraffung Vorbereitung

Vorsorge – Arztwahl, Arzt-Patientengespräch und OP-Vorbereitung

Der optimale Zeitpunkt für die Operation wird im Hinblick auf den Leidensdruck und die nötige Erholungsphase nach dem Eingriff von der Frau selbst bestimmt. In Bezug auf die Operabilität, also den zur Operation erforderlichen, guten Gesundheitszustand muss natürlich berücksichtigt werden, dass es sich nicht um einen Notfalleingriff, sondern um eine freiwillige Operation handelt. Dafür wird ein optimaler Gesundheitszustand voraus gesetzt, der das Risiko des Eingriffs nicht über die allgemeinen Risiken hinaus strapaziert. Es gibt dabei natürlich Voraussetzungen, die vom Arzt beurteilt werden müssen. Während z.B. eine schwere Herzkreislauferkrankung, eine Blutgerinnungsstörung, eine Blutarmut oder ein fortgeschrittener Diabetes eine Kontraindikation darstellen, ist eine Schilddrüsendysfunktion oder eine bestehende HIV-Infektion ohne Symptome heutzutage kein Hinderungsgrund.

Woran erkennt der Patient einen guten Operateur?

Eine Patientin kann einen guten Operateur an der Qualität des Beratungs- und Aufklärungsgesprächs erkennen. Der Operateur sollte die möglichen Behandlungsalternativen kennen und in der Lage sein, die individuell beste Korrekturmethode für die Frau herauszuarbeiten. Er sollte eine entsprechende Anzahl von diesbezüglichen Operationen bereits durchgeführt haben und eine berufliche Qualifikation nachweisen können, also ein entsprechender Facharzt für Plastisch-Ästhetische Chirurgie oder Gynäkologie sein. Auch die Mitgliedschaft in entsprechend seriösen Berufsverbänden (DGPRÄC, VDÄPC) und die laufende Fortbildung auf diesem Gebiet darf ruhig nachgefragt werden. Die Patientin hat alles Recht, ihrem Arzt kritische Fragen in Bezug auf den Eingriff, die Risiken, die vorhandene Erfahrung und seine Ausbildung zu stellen. Letztendlich entscheidet sich die Frau nach ihrem “Bauchgefühl”, aber ein möglichst guter Informationsstand über den geplanten Eingriff sollte Voraussetzung für eine rationale Entscheidung sein.

Qualifikationen, Ausbildung, Erfahrungen, Zertifikate des operierenden Arztes

Eine Facharztausbildung und eine entsprechende Erfahrung sowie die fortlaufende Fortbildung in seriösen Berufsverbänden sollte der Arzt also vorweisen können. Der Arzt andererseits sollte ehrlich von seiner Patientin über deren Motivation und Gesundheitszustand aufgeklärt werden. Eine ausführliche Anamnese ist bereits beim Erstberatungsgespräch zu erheben. Dazu gehören auch Informationen zu psychischen und physischen Erkrankungen, über Medikamenteneinnahme, über Alkohol-Drogen und Nikotinabusus sowie über die Vorgeschichte, also Vorerkrankungen und stattgehabte Operationen. Letztlich dienen all diese Informationen zur Einschätzung der Operationstauglichkeit, können die Patientin also auch vor schwerwiegenden Folgen des Eingriffs bewahren.

Vorbereitenden Maßnahmen für die Operation bzw. vor der Bruststraffung

Unerlässlich sind Blutentnahmen für Labortests, ab einem Alter von 40-50 Jahren auch ein EKG und ggf. ein Lungenfunktionstest. Darüber hinaus gehende Voruntersuchungen werden je nach der Anamnese veranlasst. Von einer Eigenblutspende wird abgeraten. Der Blutverlust hält sich in Grenzen, so dass die Nachteile die Vorteile überwiegen. Für Frauen über 30 oder Frauen mit entsprechender eigener Vorgeschichte oder Fällen von Brustkrebs in der engeren Familie wird empfohlen, im Vorfeld des Eingriffs durch ein bildgebendes Verfahren (Sonographie oder Mammographie – Absprache mit dem Frauenarzt) ausschließen zu lassen, dass zum Zeitpunkt der Operation ein anderweitig zu behandelnder Tumor vorliegt. Die wichtigsten Formulare, die vor dem Eingriff eingereicht werden müssen, sind die Operationseinwilligung und die Einwilligung für die Narkose. Außerdem muss das Ergebnis der Laboruntersuchung und ggf. das EKG vorliegen. Eine freiwillige Zusatzversicherung für kosmetische Operationen, die die Kosten von evtl. Komplikationen abdeckt, kann vom Patienten im Vorfeld abgeschlossen werden. Medikamente, die vom Patienten regelmäßig eingenommen werden müssen, sollten nach Absprache mit dem Anästhesisten und dem Operateur i.d.R. weiter genommen werden. Eine Ausnahme stellen solche Medikamente dar, die die Blutgerinnung hemmen. Diese sollten nach enger Absprache mit dem Operateur und dem Hausarzt abgesetzt oder umgestellt werden. Dazu zählen Medikamente wie Aspirin, ASS, Marcumar, Falitron u.a.m. Wie schon erwähnt zählen zur Operationsvorbereitung nicht nur das Aufklärungsgespräch mit dem Operateur, sondern auch dasjenige mit dem Narkosearzt und die erwähnten Voruntersuchungen.

Maßnahmen am Operationstag

Am Operationstag wird der Patient zur verabredeten Zeit in der Klinik erscheinen und auf einer Station aufgenommen und vorbereitet. Speziell wird noch einmal eine kurze Befragung zum Gesundheitszustand und zur Nüchternheit erfolgen, sowie ggf. eine Blutdruckmessung u.a.m. Der Patient wird ggf. einer Rasur, hier z.B. unter den Achseln, unterzogen und mit Klinikhemd und Stützstrümpfen versorgt. Piercings werden ggf. entfernt und der Patient dann in den Operationstrakt gefahren. Hier wird der Patient dann von Mitarbeitern der Narkoseabteilung vorbereitet und schließlich in den Operationssaal gefahren, wo er von dem Operateur und dem Op-Team empfangen wird. Nach Lagerung auf den Op-Tisch wird dann die Narkose eingeleitet und der Eingriff durchgeführt… Nach der Operation wird sich eine Nachbeobachtungsphase anschließen, woraufhin der Patient dann wieder auf die Station verbracht wird. Der Operateur kommt am gleichen Tag nochmals zur Visite und ebenfalls am nächsten Morgen. Dann wird ggf. eine während der Operation gelegte Drainage entfernt und der Verband kontrolliert. Wenn es dem Patienten wie geplant gut geht, kann daraufhin eine Entlassung nach hause erfolgen. Der Patient sollte in die Klinik lockere Kleidung mitbringen.

Bei ambulanten Operationen erfolgt das gleiche Vorgehen wie stationär, allerdings ohne Übernachtung und ohne Drainageentfernung, weil ambulant nur kleinere Eingriffe ohne erforderliche Drainagen durchgeführt werden.

Was können Patienten gegen noch vorhandene Angst vor der Operation machen?

Gegen die verständliche Angst vor einer Operation hilft zunächst eine gute Information über das, was auf die Patientin zukommt. Besonders ängstliche Patienten können natürlich auch mit einem angstlösenden und beruhigenden Medikament im Vorhinein versorgt werden.

Nachsorge nach erfolgreicher Bruststraffung

Die Patientin sollte sich für die Zeit nach dem Eingriff ausreichend Freiraum für die eigene Erholung schaffen. Je nach Art des Eingriffs sollte 1 bis 3 Wochen Urlaub eingeplant werden. Zuhause sollte Erholung und Ruhe möglich sein. Gerade Mütter sollten bereits im Vorfeld dafür sorgen, dass jemand anderes in den ersten Tagen Haushalt und Kinder versorgt, denn jede Wunde braucht dringend Ruhe zur Wundheilung. Nachkontrollen beim operierenden Arzt werden i.d.R. nach 1,2 und 3 Wochen einberaumt. Danach wiederum nach 2 Monaten und nochmals nach 1/2 Jahr.