Gründe, Erfolgschance, Alternativen zur Brustvergrößerung

Beweggründe und Ziel einer Brustvergrößerung

Die weitaus größte Anzahl von Frauen mit dem Wunsch nach einer Brustvergrößerung ist motiviert durch die Sehnsucht nach schönen, weiblichen, aber auch natürlich wirkenden Brüsten. Es soll in den meisten Fällen ein durchschnittlicher BH gefüllt sein, es soll endlich einmal, oder wiederum, ein ansprechendes Dekolletee erzeugt werden und es soll eine formschöne Brust, auch im unbekleideten Zustand, hergestellt werden unter Erhaltung der Funktion und Sensibilität der Brüste sowie unter Beachtung der Kriterien der Nachhaltigkeit. Das Ergebnis sollte also lange Bestand haben und nicht zu immer erneuten (Korrektur-) Eingriffen führen.

Erfolgschancen einer Brustvergrößerung

Bei der klassischen Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten besteht eine nahezu 100%ige Erfolgsaussicht. Sofern der Eingriff gut geplant und nach den Regeln der Kunst ausgeführt wird, kommt es so gut wie immer zu dem erhofften Ergebnis, oft werden die Erwartungen sogar übertroffen. Dennoch kann es auf Dauer zu Komplikationen kommen, die einen erneuten Korrektureingriff erforderlich machen. Obwohl die Qualität guter Implantate inzwischen so hoch ist, dass einige Hersteller eine lebenslange Haltbarkeitsgarantie auf die Integrität der Implantathülle geben, so muss man doch nüchtern feststellen, dass der Eingriff aus den unterschiedlichsten, anderen Gründen zu Implantatwechseln oder Bruststraffungen einige Jahre nach einer Brustvergrößerung führen kann.

Gründe, die zu einem späteren Implantatwechsel führen können, sind zum Beispiel:

  • Verrutschen der Implantate (auch Dislokation genannt)
  • tastbare Faltenbildung der Implantate unter der Haut (Rippling)
  • Verhärtung der Bindegewebskapsel, die die Implantate umgibt (Kapselfibrose)
  • Erschlaffen der Brüste durch die Schwere der Implantate
  • Erschlaffen der Brüste über den liegenden Implantaten, z.B. durch Schwangerschaft und Stillen oder
  • Gewichtsänderungen oder das Alter

Alternativen zur Brustvergrößerung

Manch junge Frau berichtet über ein Brustwachstum durch Einnahme der „Pille“. So gut wie alle Frauen wissen, dass die Brüste wachsen durch die Hormonumstellung bei der Schwangerschaft. Natürlich wächst die Brust auch bei steigendem Körpergewicht mit, im Mittel um 10 bis 20 Gramm pro Kilogramm.
Im Bereich der Ästhetischen Chirurgie werden sicher über 90% der Brustvergrößerungen durch Silikonimplantate durchgeführt. Alternativ dazu werden in letzter Zeit häufiger auch Brustvergrößerungen durch Eigenfett-Transplantation durchgeführt oder diese beiden Methoden kombiniert.

Eigenfetttransplantation

Der Vorteil der Eigenfett-Transplantation liegt zum einen darin, dass es sich eben um eigenes Gewebe handelt, welches die Brust vergrößern soll und im Idealfall natürlichste Gewebeeigenschaften mit sich bringt im Hinblick auf ein natürliches Aussehen und ein natürliches Tastgefühl. Außerdem lässt sich so ein Eingriff theoretisch beliebig oft wiederholen. Das heißt, bei dem Wunsch nach weiterer Volumenvermehrung kann eine weitere Auffüllung mit Eigenfett einberaumt werden. Der Nachteil dieser Methode ist, dass zwar statistisch 50 bis 70 Prozent des übertragenen Fetts einheilt, im Einzelfall jedoch keine Garantie darüber gegeben werden kann. Es kann also nicht genau das Ergebnis vorgeplant werden. Da es oft gerade sehr schlanke Frauen mit sehr kleinen Brüsten sind, die aufgebaut werden sollen, hat diese Gruppe von Patientinnen eben nicht unendlich viel Spendermaterial zur Verfügung. Grundsätzlich kann je nach Patientin ca. 100 bis 250ccl Fett pro Brust transplantiert werden. Dementsprechend werden wahrscheinlich 50 bis 180 ccl Fett pro Brust einheilen, was maximal einer Körbchengröße entspricht.
Trotz wesentlich verbesserter Operationstechniken kann nicht eingeheiltes Fett zu Ölzysten oder bindegewebig umgewandelten Knötchen führen.

Brava-System

Eine eher selten angewandte, nicht-operative Korrektur (also eine Möglichkeit der Brustvergrößerung ohne Operation) ist die Vergrößerung durch das Tragen eines Spezial-BH-Systems (Brava), welches durch Unterdruck zu einer Gewebsneubildung führen soll. Hierbei wird durch Anlage einer Unterdrucksaugvorrichtung an den Brüsten über Monate hinweg ein signifikantes Wachstum erzielt. Wegen der Unhandlichkeit der Apparatur stößt dieses System jedoch auf wenig Resonanz. Die Erfolge sind mäßig und von fraglicher Dauer.

Eigengewebe (Transplantation / Verlagerung)

Eine Methode der Brustvergrößerung unter rekonstruktiven Gesichtspunkten ist die Verlagerung oder die Transplantation von Eigengewebe, z.B. nach Brustamputation.