Vorbereitende Maßnahmen für die Brustvergrößerung

Brustvergrößerung – Stationär oder Ambulant

Stationär:Die meisten Chirurgen bevorzugen aus Sicherheitsgründen die Operation in Narkose mit einem kurzstationären Aufenthalt von einem Tag, bzw. einer Übernachtung nach dem Eingriff, zu verbinden.
Das ist sicherer, weil auf eventuelle Kreislaufreaktionen oder Übelkeiten reagiert werden kann. Außerdem ist es sicherer, weil die Patientinnen dann in den ersten Stunden, oder am ersten Tag nach dem Eingriff, im Bett bleiben können und so das Risiko von Nachblutungen, welches in den ersten Stunden nach einem Eingriff natürlich am höchsten ist, minimiert wird.
In dieser Situation werden die Patientinnen entweder am Vorabend des Eingriffs (häufiger jedoch ca. 2 Stunden vor dem Eingriff) in die Klinik einbestellt, dort aufgenommen und einer Operationsvorbereitung zugeführt. Nach Bedarf kann nochmals geduscht werden, es wird Klinikkleidung angezogen und ein Check mit dem Personal und dem behandelnden Arzt gemacht. Der Operateur wird den geplanten Eingriff nochmals mit der Patientin durchsprechen und eine Anzeichnung machen. Nach dem Gespräch mit dem Operateur kann eine Beruhigungstablette oder –spritze verabreicht werden.
Während und unmittelbar nach dem Eingriff wird die Patientin von dem Narkoseteam überwacht. Danach wird sie auf eine Station verlegt und bleibt dort für eine Nacht. Der behandelnde Arzt macht am Abend nach dem Eingriff und am Morgen danach jeweils eine Visite, bevor die Patientin dann entlassen werden kann. Bei der Morgenvisite wird gegebenenfalls der Drainageschlauch entfernt und ein Verbandswechsel durchgeführt. Die Patientinnen werden zumeist von dem behandelnden Chirurgen mit einem Spezial-BH versorgt, der einem Stützverband gleichkommt.

Wegen der Bewegungseinschränkung nach dem Eingriff sollte lockere Kleidung mitgebracht werden. Idealer Weise sollte sich die Patientin abholen lassen und keinesfalls selbst hinter dem Steuer nach Hause fahren wollen.

Ambulant:Das Vorgehen bei ambulanten und stationären Brustvergrößerungen unterscheidet sich nicht im Hinblick auf die Vorbereitung. Im Falle von ambulanter Durchführung der Operation wird manchmal in örtlicher Betäubung behandelt, es wird vor allem aber auf eine Wunddrainage verzichtet, da es unzumutbar ist, Patientinnen damit nach Hause zu lassen.

Die Patientin vor der OP

In der Vorbereitung auf die Operation sollte ca. 2 Wochen vorher darauf geachtet werden, dass keinerlei blutgerinnungshemmenden Medikamente genommen werden. Außer den bekannten Präparaten zur Blutverdünnung sind Präparate mit Acetylsalicylsäure wegzulassen, es sollte aber z.B. auch auf hochdosierte Vitamin E oder C Einnahme verzichtet werden. Im Zweifel kann bei dem behandelnden Arzt nachgefragt werden.
Am Tag des Eingriffs sollte 6 Stunden vorher nichts mehr gegessen werden, dazu zählen auch Kaugummies. Bis zu 2 Stunden vorher können noch leicht verdauliche Getränke konsumiert werden, jedoch keine Säfte, keine Milch.

Rauchern wird empfohlen, einige Tage vorher aufzuhören, jedoch unbedingt am Tag des Eingriffs und übrigens auch einige Tage danach. Eine frische Rasur der Achselhöhle wäre wünschenswert.
Die Patientinnen werden ca. 2 Stunden vor dem Eingriff stationär aufgenommen und vorbereitet. Sie werden in den Op-Trakt gebracht und dort von dem Narkoseteam in Empfang genommen.

Narkose / Anästhesie bei der Brustvergrößerung

Nach Bestätigung der Identität der Patientin und des vorgesehenen Eingriffs wird sie mit einem venösen Zugang im Arm versorgt und erhält bei Bedarf ein Beruhigungsmittel. Letzteres wird eventuell auch schon auf der Station verabreicht, sofern der Operateur dort bereits mit der Patientin nochmals den geplanten Eingriff erörtert hat und erforderliche Anzeichnungen gemacht hat. Sonst wird das Beruhigungsmittel erst nach einem letzten Vorgespräch mit dem Operateur verabreicht.

Im Op-Saal erfolgt die Lagerung auf einem speziell für diesen Eingriff geeigneten Op-Tisch mit der Möglichkeit der Oberkörperhochlagerung zur Verifizierung der korrekten Implantatlokation. Dann wird die Vollnarkose eingeleitet. Es wird in aller Regel eine sogenannte total intravenöse Narkose (TIVA) durchgeführt, bei der auf die Gabe belastender Narkosegase verzichtet wird. Die Beatmung erfolgt maschinell durch eine sogenannte Larynxmaske oder durch eine Tubusbeatmung.
Der Vorteil dieser Methode liegt im schnellen Wirkeintritt und der guten Steuerbarkeit sowie in deren Ungiftigkeit (verglichen mit der Gasbeatmung) und der schnellen Ausleitbarkeit. So wird die Narkose nur wenige Minuten länger dauern als der Eingriff selbst, der bei geübten Operateuren, je nach Methode und speziellen Vorbedingungen, in der Regel weniger als eine Stunde dauert.

OP-Team bei der Brustvergrößerung

Während der Operation sind von Seiten des Narkoseteams der Anästhesist und eine ausgebildete Anästhesieschwester anwesend. Auf Seiten des Operationsteams sind außer dem Operateur, der gegebenenfalls noch einen Assistenten hat, auch eine steril arbeitende Op-Schwester und eine unsteril zuarbeitende Schwester im Saal.